(っ◔◡◔)っ【 🄾̴ 🅄̴ 🅃̴ 🄿̴ 🅄̴ 🅃̴ 】🅃҉🄰҉🄺҉🄰҉🅃҉🄾҉

"Ya Playin Yaself"

Musikvideo

Für den Szenenablauf wurden drei unterschiedliche Locations gewählt, die jeweils loopartige Sequenzen aufweisen sollten. Im Zentrum standen die Tools Stable Diffusion, Blender und Touch Designer. Ein immer wiederkehrender Charakter durchläuft diese Orte scheinbar endlos im Kreis. Mit dem Motiv des Trinkens wird ein sich negativ auswirkendes Wiederholungsmuster veranschaulicht, das den unaufhörlichen Kreislauf von Gewohnheiten und Mustern symbolisiert. Schritt für Schritt, Stein auf Stein. Der Fokus lag dabei auf einer prägnanten visuellen Darstellung, um eine visuelle Antwort auf den brachialen auditiven Song zu geben.

"Poi Poi"

Interaktive Anwendung

Für die Ideenfindung stand früh das Thema Müll im Fokus, angestoßen durch eigene Recherchen und Projekte. In Verbindung mit dem Thema „Balance“ entstand der Gedanke, dass in der Entstehung und Entsorgung von Müll kein Gleichgewicht besteht. Daraus entwickelte sich ein Konzept, bei dem die Spieler*in in einem wachsenden Müllberg untergeht. Das dient als Sinnbild für ein gestörtes System. Im Spiel fällt Müll vom Himmel und wird über ein Fließband abtransportiert. Für jedes Stück entsorgten Müll wächst eine Pflanze, ein Verweis auf falsche Umweltversprechen. Später zeigt sich, dass der Müll ins Meer geleitet wird. Die Steuerung erfolgt über einen selbstgebauten Controller aus Müll. Um der Schwere der Thematik entgegenzuwirken, wurde eine reduzierte, spielerisch zugängliche Gestaltung gewählt. Die Anwendung soll nicht resignieren, sondern zum Nachdenken anregen.

"Donkey_1111"

Kurzfilm Animation

Mehrere narrative Orte bilden trotz unterschiedlicher Ästhetik und Stimmung einen inhaltlichen Zusammenhang. Jeder fungiert als visuelles Kapitel einer größeren Struktur. Ausgangspunkt ist ein fiktives DIY-Labor in einer dystopischen Realität, das wissenschaftliche Entdeckungen wie Penicillin und Theorien zur nicht-linearen Zeit aufgreift. Der Übergang zu einer simulierten Naturwelt mit schwebenden Inseln entpuppt sich als manipulierte Utopie. Dabei stehen Zivilisation und Natur in direkter Konfrontation: Strommasten, Müll und Verfall verdrängen sukzessive die natürliche Umgebung. Visuelle Symbole, etwa ein verdorrendes Gewächshaus oder brennender Sci-Fi-Müll, verdeutlichen den Konflikt zwischen Kontrolle, Technologie und dem Verlust von Menschlichkeit. Ein VR-Szenario integriert das Motiv des Loops, wobei Realität und Simulation verschmelzen und die Existenz des Erlebten fraglich bleibt. Das Projekt wird als Work in Progress entwickelt und musikalisch von Dogpatrol begleitet. Ende dieses Jahres ist zudem eine überarbeitete Version mit erweitertem Sound Design geplant. Es versteht sich als kritische Auseinandersetzung mit Gegenwart und Zukunft, in denen Natur, Geschichte und Identität nur noch fragmentarisch auftauchen.

"Crypto Drugs"

Digitale Archivierung

Eine verbreitete Marketingstrategie in der modernen Industrie besagt, dass Produkte umso ansprechender und verharmlosender vermarktet werden, je schädlicher sie sind. Crypto Drugs setzt sich kritisch mit diesem Phänomen auseinander und präsentiert bekannte Rauschmittel in einer virtuellen Kunstkollektion, die sie im digitalen Raum archiviert. Manche dieser Substanzen haben einen traditionellen oder soziokulturellen Ursprung. Der Zustand des Rausches ist ein weit verbreitetes und gut dokumentiertes Phänomen, das sich teils auf das sogenannte „Recht auf Rausch“ (Art. 2 Abs. 1 GG) bezieht. Über Jahrhunderte hinweg wurden zahlreiche natürliche Substanzen entdeckt und synthetisiert, zudem kommen jedes Jahr neue chemische Verbindungen hinzu. Mit Crypto Drugs soll ein bewussterer Blick auf Ästhetik, Verpackung und Vermarktung von Rauschmitteln ermöglicht werden. Die künstlerische Herangehensweise dient dazu, den Spannungsbogen zwischen Kultur, heilender Wirkung, Unterdrückung durch westliche Medizin und Pharma sowie dem Risiko dieser Substanzen zu verdeutlichen und bestehende Vorstellungen kritisch zu hinterfragen.

"Kleines Solo"

Musikvideo

Im Rahmen eines Kunststipendiums der Stuttgarter Universität entstand in Zusammenarbeit mit Brucie B eine audio- und videobasierte Interpretation des Gedichts „Kleines Solo“ von Erich Kästner. Brucie B übernahm dabei die auditive Umsetzung, auf die meine visuelle Interpretation abgestimmt wurde. Das Ergebnis ist eine kooperative digitale Persona, die den Song, das Cover, das Video und die begleitenden Canvas umfassend vereint.

"Dadamations"

Diese Sammlung freier Arbeiten verbindet dadaistische Einflüsse mit digitalen Animationen. In einigen Werken sorgt Dogpatrol für eine zusätzliche klangliche Ebene.

"Blend_IMG"

Diese Arbeit befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Kunstwelt in Bezug auf die Weiterverarbeitung von Werken, die Rolle der Medien und Fragen rund um das Copyright. Mithilfe von in Processing programmierten Algorithmen wird ein manuell zusammengestellter Bilderpool manipuliert und zu neuen Werken weiterverarbeitet. Dieser Pool umfasst sowohl eigene als auch CC0-lizenzierte Werke. Nach verschiedenen Experimenten und Studien erwiesen sich vor allem jene Ergebnisse als besonders interessant, in denen zeitgenössische und eigene Arbeiten mit Werken aus früheren Jahrhunderten kombiniert wurden. Die Symbiose und Metamorphose von Neuem und Altem sowie das Überwinden von Copyright-Beschränkungen durch CC0 verstehe ich als Ausdruck eines zeitgenössischen Kunstverständnisses, das den Geist unserer Zeit aufgreift.

"Politik Stinkt"